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A-I-R ATOS VQ Race

Lange, sehr lange ists her. Nach anfänglich regelmässigen Beiträgen war ich in den letzten Jahren nicht mehr so fleissig. Mit dem Fliegen natürlich schon, aber nicht so mit den Beiträgen auf dieser Seite. Nach zahlreichen schönen Flügen, weiteren Flugreisen und auch einer Weltcup-Teilnahme hatte ich Lust auf eine neue Herausforderung und seit längerem interessierte mich das Deltafliegen. So machte ich mich letzten Sommer auf zu diesem Abenteuer, bei Deltalab konnte ich innert weniger Monaten grosse Fortschritte machen und bereits im Herbst die Brevet-Prüfung bestehen. Das Ziel war dann einmal auf einen Starrflügler umzusteigen. Irgendwie ging alles ziemlich schnell und so war "einmal" plötzlich schon da. Bei idealen Bedingungen durfte ich meinen ersten Flug an dieser tollen Maschine machen. Der Start war mit leichtem Aufwind eine recht lockere Angelegenheit. Im Flug konnte der ATOS dann seine eindrücklichen Stärken ausspielen, leichtgängige Steuerung, super Gleiten, tolle Flugruhe und Spurtreue, effizientes Steigen usw. Trotz schwacher Thermik und Erstflug auf ATOS fand ich mich auf Anhieb zurecht und kam problemlos hoch. Die Steuerung fühlt sich doch ziemlich unterschiedlich zu einem Flex an, vor allem viel leichtgängiger, ruhiger und spurtreuer. Nach über einer Stunde Flug wagte ich mich an das "pièce de résistance", aus meiner Sicht zumindest, die Landung. Über diese hatte ich mir vorgängig viele, zu-viele, Gedanken gemacht. Mit voll gezogenen Klappen und einigen Jahren Flugerfahrung, am Gleitschirm, war schon mal das Ansteuern des Landepunktes kein Problem. Die eigentliche Landung/Ausstossen war dank idealem Wind auch kein Problem. Mit jedem Flug wurde danach das Selbstvertrauen und somit auch die Freude etwas grösser. Das entspannte Fliegen ist purer Genuss, die Leichtgängigkeit und Spurtreue erstaunlich, die Leistung sehr eindrücklich. In Plaffeien einmal Basis machen, mit 80km/h, ohne Kraftaufwand nach Alterswil gleiten und dort noch immer fast an der Basis kleben, Wind spielt praktisch keine Rolle, ein paar Kreise machen und weiter zur nächsten Wolke. Die Landung ist dann jeweils schon wesentlich anspruchsvoller als am Gleitschirm, doch das Fluggefühl, Flugkomfort und die überragende Leistung bereiten einem so viel Freude, dass man etwas Anspannung bei der Landung gerne in Kauf nimmt.



       

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Roldanillo / Colombia / 2013

Die Flugferien in Roldanillo letzten Winter waren pures Vergnügen mit unzähligen schönen Erlebnissen, kein Wunder kehrten wir diesen Winter wieder zurück. Mit dabei waren nebst Beat diesmal auch noch Egon, Hubi, und Nicolas, so waren wir eine tolle Gruppe mit stets guter Stimmung. Einquartiert waren wir wie letztes Jahr bei Jonathan in seinem Cloudbase Hotel, welches in der Zwischenzeit mit Whirlpool und leckerem Frühstücksbuffet noch weiter verbessert wurde. Für Kolumbianische Verhältnisse werden mittlerweile wohl jegliche Sternbewertungen gesprengt. Wie erhofft bot uns das Valle del Cauca auch dieses Jahr praktisch täglich beste Flugbedingungen und ermöglichte uns Allen wunderschöne Flüge. Mit der ganzen Gruppe ging es täglich auf Kilometerjagt, dank einfachster Rückreise mit dem lokalen Bussystem wagten sich auch Alle munter auf Strecke. Über längere Zeit alle zusammen fliegen war nicht immer ganz einfach, so teilten wir uns meistens in kleinere Grüppchen auf. Jeder Tag bot viele tolle und spannende Erlebnisse und wir hatten immer mächtig Spass, trafen uns nach den Flügen jeweils im Park zu einem köstlichen Fruchtsaft und um unsere Erlebnisse und Eindrücke auszutauschen. Ich durfte mich dreimal über einen Hunderter freuen und hatte ausschliesslich wunderschöne Flüge bei besten Bedingungen. Für nächsten Winter schmieden wir bereits wieder Pläne ...



       
       
       
       

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Roldanillo / Colombia / 2012

Als sich der Winter langsam aber sicher bemerkbar macht und an Thermik nichtmehr zu denken ist, nehme ich wieder einmal die Flucht. Diesmal führt die Reise nach Kolumbien, nach Roldanillo im Valle del Cauca, welches allerseits in den höchsten Tönen gelobt wird und im Januar den Weltcup-Superfinal austrägt. Mit dabei ist wieder Beat, Liga-Kollege Jonathan Vigano stellt in Roldanillo eine top Flugbetreuung mit eigenem wunderschönem Hotel (Cloudbase Colombia) auf die Beine und empfängt uns mit offenen Armen. Gleich am ersten Tag werden wir mit perfekten Cumulus-Wölckchen verwöhnt und können einen wunderschönen Flachlandflug fliegen. Mit der Zeit merken wir, dass diese Bedingungen, welche wir hier als Flachland-Hammertag bezeichnen würden, in Roldanillo zur täglichen Normalität gehören. Wir geniessen Tag für Tag die tollen Flugbedingungen, die super Flugbetreuung von Jonathan, die freundlichen und hilfsbereiten Leute, sowie die nahezu idealen Busverbindung für die Rückkehr nach Roldanillo. Besonders schön und hilfreich ist auch das Fliegen mit den zahlreichen Geiern, welche überall im Valle die Thermik anzeigen und auch gerne einmal mitfliegen und mitspielen. Jeder Tag und jeder Flug war ein wunderschönes Erlebnis in verschiedenster Hinsicht, das Fliegen in diesen schönen Bedingungen mit angenehmer Thermik und atemberaubender Aussicht ein purer Genuss. In zwei Wochen summierten sich über 41 Flugstunden und über 800 Wertungskilometer. Das nenn ich mal schöne Ferien!



 
       
       
       
       
       
       
       

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Fiesch / DGCF-Ausflug

Dieses Wochenende hatten wir unseren Klubausflug mit dem DCFG, mit 13 Piloten und tollem Flugwetter zogen wir früh morgens nach Fiesch. Am Startplatz waren wir dann wie erwartet nicht ganz alleine, am Eggishorn gings dann zeitweise entsprechend chaotisch zu und her. Deshalb genoss ich über dem Eggishorn die wunderbare Aussicht auf den Aletschgletscher nur kurz und zog gleich los. Am Bellwald konnte ich dann Roger einholen und wir flogen gemeinsam an den Grimsel und zurück Richtung Fiesch. Unterwegs gabs immer wieder unglaublich schöne Aussichten zu geniessen, das Finsteraarhorn wurde von zahlreichen Piloten überflogen. Wir zogen weiter ans Bietschhorn, im Lötschental gabs dann noch eine kurze Turnübung bevor wir am Torrenthorn wendeten. Nach rund 6 Stunden Flug mit traumhafer Aussicht und regelmässigen Höhen über 4'000 m landeten wir glücklich und zufrieden in Fiesch. Am Sonntag wollte ich dann über das Finsteraarhorn zurück Richtung Interlaken fliegen, im Idealfall noch mit Überflug von Eiger, Mönch und Jungfrau. Am Anfang liefs ganz flott, am Grossen Wannenhorn konnte ich noch auf 4'100 m hochdrehen, doch bei der Queerung ans Finsteraarhorn kam der Nordwind ins Spiel und spülte alles ins Goms zurück. Ich flog dann noch etwas das Goms hoch und landete am Badesee in Ulrichen wo wir uns nach einer wohltuenden Erfrischung auf die Rückreise machten.



     

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Swiss Open 2012 / Disentis

In Disentis trafen sich diese Woche rund 80 Wettkampfpiloten zum Swiss Paragliding Open. Fast alles was in der Schweiz Rang und Namen hat und auch noch einige internationale Weltcup-Piloten freuten sich über, für dieses Jahr, ungewohnt gute Flugbedingungen. Martin Scheel liess sich nicht zweimal bitten und bescherte uns mit einem tollen Tasksetting traumhaft schöne Flüge. Am Montag (Trainingstag) und Dienstag waren die Bedingungen zwar noch recht ruppig, einen interessanten 80km Task konnten wir aber dennoch fliegen. Leider flog ich am Dienstag etwas zu aggressiv und versenkte mich beim Rückflug nach Disentis in Trun. Am Donnerstag kündigte sich dann ein Hammertag an, folglich wurde ein 120km Task, Disentis - Andermatt - Vals - Safien - Alp Schlans - Piz Nadels - Disentis, festgelegt. Der Task liess einige taktische Varianten zu, so wählten beispielsweise einige Piloten den einfacheren aber längeren Rückflug über Flims und büssten viel Zeit ein. Ich wählte zwar die direktere Linie, flog aber nach meinem missglückten ersten Task etwas höher und somit langsamer. Der Flug war ein reiner Genuss mit grandioser Aussicht auf die Bündner Alpen und brachte mir einen zufriedenstellenden 27. Rang. Beflügelt durch die schönen Erlebnisse vom Vortag flog ich den 100km Task vom Freitag, Disentis - Davos - Schiers, wieder etwas aggressiver und wurde mit einem tollen 17. Rang belohnt. Aber erneut überwog die grosse Freude am Erlebten alle noch so erfreulichen Resultate. Auf der Rückreise nach Disentis war die Freude der Piloten in einer tollen, freundschaftlichen Stimmung nicht zu übersehen. Weil das Wetter aufs Wochenende dann umschlug wurde der Wettkampf am Freitag beendet, Stefan Wyss und Regula Strasser konnten beide ihre Titel erfolgreich verteidigen. Glücklich, bereichert, verbessert, und motiviert bis in die Haarspitzen reiste ich somit am Samstag zurück und freue mich auf die kommenden Flüge und Wettkämpfe.



       
       
       

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Grandvillard

Wieder mal sah das Wetter fürs Wochenende erbarmungslos aus und so bleibt einem ja fast nichts anderes übrig als am Freitag Nachmittag blau zu machen. In Grandvillard war dann leider auch die Thermik blau und somit etwas schwierig zu finden. Wenns dann aber endlich hoch ging, gings auch gleich bis über die Dent de Broc und weiter nach Charmey. Über den Dents Vertes war es dann vor allem etwas bocking und sportlich, doch hoch gings irgendwann auch dort. Am Kaiseregg gabs dann endlich so richtig schön Höhe, bevors am Schafarnisch auf flotte 3'100 m ging. Von da an wars dann ein reiner Genuss, am Sigriswilergrat noch einmal hochsoaren und schon war der Weg nach Interlaken frei. Weils so schön war, war die Lust auf mehr natürlich ziemlich gross, es war aber leider auch schon fast 18h und so landete ich zufrieden und glücklich auf der Höhenmatte in Interlaken.



       
       

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Col du Jaman

Nach einem unerträglich langen Monat ohne brauchbare Flugbedingungen durften wir heute endlich wieder mal gute Flugbedingungen geniessen. Natürlich war so ziemlich alles unterwegs was mit einem Gleitschirm ausgerüstet war. Mit Beat, Raphael, und Röbu nahm ich den Zug nach Montreux wo dann noch weitere Piloten zu uns stiessen und mit dem Bähnli auf den Col du Jaman fuhren. Zuerst genossen wir die schöne Aussicht auf den Genfersee und warteten bis die Flanken der geplanten Route in der Sonne lagen. Doch nach einer kurzen Weile war die Geduld verflogen, die schönen Thermikwolken waren zu verlockend. Direkt vor dem Startplatz gings hoch, an der Basis angekommen zogen wir gleich los, leider nicht so gut gruppiert wie erhofft. In Grandvillard kreuzten sich dann unsere Wege wieder, an der Dent de Broc wurden wir kurz durchgeschüttelt bevor wir an den Mont Bifé kreuzten. Als wir an der Berra ankamen wurde es in den Bergen recht dunkel also flohen wir ins Flachland. Zusammen mit Beat flog ich bis nach Wünnewil, die Lufträume Payerne und Belp blockierten uns leider den Weg, also flogen wir zurück Richtung Freiburg und landeten in Düdingen. Nach der langen Flugpause tat dieser traumhafte Flug unbeschreiblich gut.



       
       

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Pfyffe / Weissenstein

Mit neuem Flügel konnte die Saison endlich richtig lanciert werden. Nachdem ich meinen neuen EnZo in Meiringen abholen und rund vier Stunden einfliegen konnte, brachte uns letzten Freitag der Frühling die erste prächtige Frühlingsthermik an der Pfyffe. Nach dem traditionellen abfliegen der Pfyffe-Krete gings auf gut 2500m hoch und dann ab an den Kaiseregg, zurück an die Pfyffe, weiter ans Eichholz und zurück nach Plaffeien. Diesen Samstag stand dann das erste Regiofliegen im Jura an. Nachdem ich eigentlich vor hatte ans Regiofliegen im BEO zu gehen, war mir dann der angesagte Jura-Task vom Weissenstein nach Interlaken doch zu verlockend und ich entschied mich am morgen kurzfristig um. Mit den Herren Sigel, Morgenthaler, Witschi und co. war das Regiofliegen auch gut besucht und von Michu gewohnt gut und kompetent geleitet. Nur das Wetter spielte, entgegen den tollen Prognosen, leider nicht so recht mit, dicke Cirren, stabile Luftschichtung und eine Inversion machten uns das Leben schwer. An der Röti starteten wir in den Norden raus und suchten soarend etwas Thermik um mit etwas Höhenreserven ins Lee zu fliegen. Witschi hatte als einziger den Mut direkt nach dem Start tief ins Lee zu fliegen und wurde dafür prompt belohnt. Bis zum Luftstart konnte ich auf der Krete auch etwas Höhe machen und zog gleich los, in der Hoffnung, dass mir jemand folgt. Gregor Fessler kam mit und so konnten wir zu zweit nach Solothurn etwas schwache Thermik finden und aufdrehen. Kurz danach schloss ein Teil des Feldes zu uns auf und so konnten wir im Pulk über die Fläche ziehen. Bei Burgdorf erwischte es aber dann die meisten und so waren wir nur noch zu dritt. Im Emmental, wo wir eigentlich wieder etwas einfachere Bedingungen erwarteten, wurde es aber zunehmends schwieriger. Bei Hasle fand ich nochmals einen schönen Schlauch der mich dann noch bis nach Langnau brachte. Am Landplatz gesellte sich Peter Käch zu mir, der am Vortag bis nach Interlaken geflogen war und damit diesen Task inspiriert hatte. Es war einmal mehr ein herrlicher Flug und der EnZo liess heute trotz Rückenwind seine Muskeln spielen.



       
       
 

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Dolomiten

Traumhafte Flugferien in den Dolomiten. Mit Raphael und Üelu gings für eine Woche in die Dolomiten, nach Campitello. Wir trafen auf eine Hammerwoche; konnten nicht nur jeden Tag fliegen, wir konnten jeden Tag die Marmolada überhöhen und erreichten Höhen von rund 3'900m. Am Startplatz waren wir jeweils in guter Gesellschaft, rund 200 Piloten inklusive internationaler Gleitschirmprominenz, am Wochenende wohl fast doppelt soviele, warteten am Col Rodella auf die ersten steigenden Schirme. Dank der starken Thermik und hohem Pilotenniveau war die massive Luftrauminvasion jedoch meist unproblematisch. So konnte ich täglich herrliche Flüge, jeweils FAI Dreiecke zwischen 50 und 60km in einer atemberaubend schönen Gegend machen.



       
       
       
       
       
       
   

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Schweizermeisterschaft / Disentis

Mein positives Resultat an der Newcomer-Challenge war mir Motivation genug um mich an die Schweizermeisterschaft in Disentis zu trauen. Das mit Weltmeistern, Europameistern, Gesamtweltcupsiegern und zahlreichen anderen hochkarätigen Piloten gespickte Teilnehmerfeld machte dann ziemlichen Eindruck. Mit viel Freude und Respekt gings dann am Donnerstag bei perfektem Flugwetter los. Ein wunderbarer Task über satte 90km mit einer besonders schönen Doppelquerung nach Vals und zurück wurde gesteckt. Auf dem Rückflug entschied ich mich mit Claudio Mittner aus dem Hauptpulk auszuscheren und, statt über den tiefen aber abgeschatteten Pass, eine eigene Linie über die hohen aber besonnten Berge zu fliegen. Unser Mut wurde belohnt, wir konnten den gesamten Pulk überholen und direkt hinter der kleinen aber feinen Spitzengruppe um Stef Wyss und Chrigel Maurer auf den Plätzen 6 und 7 die Ziellinie überfliegen! Die weiteren Tasks wurden vom Wind etwas eingeschränkt, dennoch konnten wir in diesem äusserst schönen Fluggebiet an allen Tagen Tasks von über 50km fliegen. Ich versuchte taktisch zu fliegen und möglichst wenige Ränge zu verlieren. Mir war natürlich bewusst, dass ich in diesem Feld keinen 6. Rang halten könnte, ja eigentlich auch ein Platz unter den ersten 20 erschien mir völlig utopisch. Meine Taktik ging aber richtig gut auf und ich konnte einen hocherfreulichen 11. Overall-Schlussrang halten. Beeindruckend waren aber vor allem die konstanten Spitzenleistungen von Stef Wyss der somit verdient Schweizermeister wurde. Die Schweizermeisterschaft in Disentis bot mit netten Leuten und Piloten, einem wunderschönen Fluggebiet, tollen Tasks, einer tadellosen Organisation und gutem Flugwetter vier unvergessliche Wettkampftage. Glücklich, zufrieden und voller Motivation trat ich am Sonntagabend die Heimreise an.



       
       
       

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Disentis

Am Donnerstag trafen sich 24 motivierte und ambitionierte Piloten mit Ligachef Martin Scheel zur Newcomer Challenge in Disentis. Weil das Wetter zuerst noch nicht so recht wollte, durften wir schon mal in interessanten Theorieblöcken von Martins enormen Wissen profitieren. Am Freitag und Samstag konnten wir trotz durchzogenem Wetter etwas fliegen, für einen Task reichte es jedoch nicht, also drückten wir vermehrt die Schulbank. Nebst den lernreichen Theorieblöcken waren jeweils auch die ausführlichen Briefings und Debriefings äusserst interessant. Am Sonntag stand dann einem Task nichts mehr im Weg und wir konnten versuchen das Gelernte umzusetzen. Der Task führte von Disentis nach Brigels, zurück und auf die andere Talseite an den Piz Ault, an die Alp Pazzola und zurück nach Disentis (50km). Nur wenige Minuten nach der Startfensteröffnung waren viele Piloten an der Basis und warteten auf den Luftstart. Um 12h40 gings dann endlich los und der ganze Pulk nahm Kurs auf Brigels. Kurz danach tat sich dann auf meinem Variodisplay plötzlich gar nichts mehr, immerhin funktionierte die Akustik noch einwandfrei. Die Bojen sah ich somit aber nichtmehr und so blieb mir nichts anderes übrig als auf die nächsten Piloten zu warten und denen hinterherzufliegen bis das akustische Signal der Bojen kam. Gegen Schluss machten sich die Piloten dann immer rarer, zum Glück waren die letzten Bojen (Piz Ault und Alp Pazzola) auch ohne Vario gut zu erkennen. Die Sicherheitsboje hatte ich aber noch vergessen, erst als Küsu verdächtig der Krete entlang statt direkt aufs Ziel flog, kam mir in den Sinn, dass da doch noch irgendwas war. Ich flog zurück und traf das Ding noch irgedwie im Blindflug. Im Ziel traf ich dann als Sechster ein. Am Montag waren die Bedingungen dann noch einmal etwas besser. Der Task führte diesmal von Disentis an die Alp da Glivers, zurück an den Piz las Palas, nach einer gröberen Querung nach Vrin (bei Vals) und zurück nach Disentis (67km). Bis nach Vrin erlebten wir einen traumhaft schönen Flug, der Rückweg wurde dann aber wie angekündigt zur Knacknuss. In der grossflächigen Abschattung, mit einer Wolkenbasis die kaum über den Gipfeln lag, und etwas Gegenwind war das Unterfangen nicht ganz einfach. Wie so oft zahlte sich jedoch Geduld aus und so reichte erneut ins Goal, diesmal als Dritter, punktgleich mit Markus (wobei Claudio den Task eigentlich gewonnen hätte, die erste Boje aber umflogen hatte). Mit den beiden Zielankünften reichte es mir in der Gesamtwertung sogar zum zweiten Platz. So wurde eine äusserst lernreiche und interessante Woche mit herrlichen Flügen und einem erfreulichen Resultat gekrönt.



       
       
       
   

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Niederwiler

Gleich zu Ferienbeginn gabs einen richtig schönen Flug. Trotz einem eher mässigen Regtherm und etwas Bise machte ich mich mit Beat auf den Weg nach Solothurn, mit dem 'Poschi' gings dann auf den Niederwiler Stierenberg. Vor Ort fanden wir dann doch recht gute Bedingungen vor. Ein paar hochkarätige Jura-Kenner legten gleich los, drehten auf und flogen Richtung Westen. Beat und ich hielten uns trotzdem an unseren Plan und flogen zuerst an die Schwängimatt und dann zurück und weiter an den Weissenstein wo ich mit ein paar Rollen und entsprechenden Turneinlagen begrüsst wurde. Als es dann wieder geradeaus flog gings weiter nach Grenchen wo sich Beat verabschiedete und zurück nach Oberdorf flog. Ich zog noch etwas weiter nach Biel, Chasseral, Tête de Ran und dann zurück bis nach Grenchen. Ab Biel machte mir die Bise doch etwas zu schaffen. Ich wählte die sichere aber wohl etwas weniger effiziente Linie vorne durch und so reichte es leider nicht ganz bis nach Solothurn zurück. Auch wenns zeitweise etwas ruppig zu und her ging wars ein herrlicher schöner Flug mit zuverlässiger Thermik und prächtiger Aussicht. Zudem gelang mir mit dem 105km Dreieck mein erster Jura-Hunderter, Ferienstart nach Mass.



     

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03


Gurli

Während am Samstag die eigentlich gute Thermik durch den zügigen Wind gestört wurde konnte man am Sonntag schon eher etwas auf Strecke gehen. Nach einem ersten Erkundungsflug mit Landung am Startplatz, war die Mission dann klar; nach hinten sollte es gehen wo die Luft angenehmer war und die Thermik höher reichte. Vorne am Lehmas Bärgli kam man zwar recht zuverlässig hoch, nicht aber ohne etwas durchgeschüttelt zu werden. Ab dem Schwyberg gings dann auf knappe 2'600m wo man dann auch von den mühsamen Windböen befreit war. Mit Bimbo führte der Weg über den Patraflon, Schopfenspitz, Kaiseregg zurück ans Gurli wo ich nochmals Höhe tankte und an die Pfyffe queren konnte. Es war schön wieder mal über unseren Bergen rumzukreisen.



       

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Niederhorn / Pfyffe

Die Flugwetterprognosen fürs Pfingswochenende liessen nur verhaltene Vorfreude aufkommen. Der Samstag war dann entsprechend nass, der Sonntag jedoch überraschend gut, auch wenn die Wolkenbasis recht tief war. Mit Beat und Berhard gings aufs Niederhorn, wo wir zuerst noch in den Wolken steckten. Als sich das Ganze dann gegen 11h etwas lichtete, zögerten wir nicht lange und legten los, die Basis war aber kaum höher als der Startplatz. Übers Amisbühl flog ich dann an den Harder und weiter bis zum Brienzer Rothorn. Nach Brienz lag die Wolkenbasis noch einmal einen Stock tiefer, also entschied ich mich zurück Richtung Interlaken zu fliegen. Dort querte ich an die Schynige Platte in der Hoffnung noch etwas Richtung Mürren fliegen zu können, doch dicke Schleierwolken und die frühe Uhrzeit machten das Unterfangen zu schwierig. So flog ich nach rund zwei Stunden Basiskleberei zufrieden und glücklich zurück an den Landeplatz Lehn. Am Pfingstmontag sah das Wetter wieder recht übel aus, als sich nach 16h die Sonne kurz blicken liess, rückten wir wieder aus und wurden mit rund einer Stunde schöner Thermik belohnt. An neuen Mantra M4 zu hängen ist einfach purer Genuss, das direkte und lebendige Handling macht riesiegen Spass, die Eigendynamik und Leistung dieses Flügels ist grosse Klasse.



       
   

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05


Gurli

Manchmal dauerts ein bisschen länger und manchmal gehts ein bisschen schneller. Am Mittwoch wollte ich mich eigentlich vorerst mal bei Ozone über die Lieferfristen für den neuen Mantra M4 schlau machen. Da sagte mir Philippe doch tatsächlich er habe soeben einen in meiner Grösse ins Lager erhalten ... tja, dumm gelaufen. So hielt ich am Donnerstag meinen neuen Mantra 4 bereits in den Händen und konnte das Flugwetter kaum mehr erwarten. Die Wartezeit konnte ich durch Aufziehen und Beschleuniger einstellen mit Michu etwas verkürzen. Dieses Wochenende wars dann endlich soweit, auch wenn die Bedingungen nur mässig waren, durfte ich mit meinem neuen Flügel in die Luft. Sofort fiel mir das knackig-direkte Handling auf, extrem spurtreu peilt der Mantra mein Ziel an, ich fühlte mich auf Anhieb wohl. Der Beschleuniger geht leichtfüssig, eine spürbare Änderung des Anstellwinkels konnte ich dabei bis jetzt nicht feststellen. Die Gleitleistung sollte ohnehin eine der grossen Stärken dieses Schirmes sein. Bei den Wingover baut das Ding mächtig Energie auf und macht durch das satte Handling richtig Spass. In allen Belangen bin ich nach dem ersten Eindruck mit dem Mantra M4 hochzufrieden, jetzt steht das grosse Warten auf gute Streckenflugbedingungen an. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude ...



       

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07


Niederwiler

Dieses Wochenende war wieder mal Regiofliegen angesagt. Mit der Juragruppe um Michael Witschi gings am Samstag auf den Niederwiler. Der Task wurde bei den guten Prognosen auf 73km gesetzt: Stierenberg - Montoz - Raimeux - Passwang - Stierenberg. Die Bedingungen waren dann im Jura leider nicht ganz so gut wie prognostiziert, direkt nach dem Start musste man sogar etwas kämpfen um nicht sofort abzusaufen. Im Tiefflug gings bis zum Montoz, nach der Wende machten wir uns Richtung Raimeux an die zweite Krete. Die hintere Krete lief dann um einiges besser und so konnten wir auch mal richtig Höhe tanken. Mit erhöhtem Flugtempo konnten wir sogar zur Spitzengruppe Morgenthaler/Witschi aufschliessen. Die Passwang-Boje schnappte ich mir noch, um ins Ziel zu gelangen war jedoch der Gegenwind bei Balsthal etwas zu stark und so kamen wir nichtmehr an die vordere Krete. Endlich durfte ich den Jura auch mal auf den hinteren Kreten auskundschaften. Schön ists dort hinten, ich komme wieder.



   

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Salève

Dieses Wochenende versuchte ich mich ein erstes Mal an einem Wettkampf, der Swiss Cup Salève war dazu eine gute Gelegenheit. Zahlreiche Weltcup-Piloten machten das Teilnehmerfeld recht hochkarätig und boten somit die Möglichkeit so einiges zu lernen. Am Samstag und Sonntag bot uns der Salève gutes Flugwetter und so konnten wir zwei interessante Tasks, mit Bojen im Flachland, fliegen. Mein Ziel war es bei meiner ersten Wettkampfteilnahme einfach mal hinterherzufliegen und möglichst viel zu lernen, ein Rang in den hintersten Reihen war mir eigentlich gewiss. Sobald das Startgate offen war ging die Post dann mächtig ab. Im Wahnsinnstempo und auf Kampflinie gings von Boje zu Boje, wenns sein muss wird auch mal unter den Seilbahnkabeln durchgeflogen. Mit meinem noch nicht ganz wettkampfoptimierten Flugstil hatte ich die Spitzengruppe im nu aus den Augen verloren und flog dann einfach nach meinem Tempo weiter. Erstaunlicherweise reichte mir dies am ersten Tag zum 18. Rang, nur wenige Piloten erreichten das Ziel. Am Sonntag flog ich zwar einiges schneller, von der Spitzengruppe kamen aber wesentlich mehr ins Ziel und so wurde es schlussendlich in der Gesamtwertung der 21. Rang. Bei einem gut besetzten Feld von rund 60 Piloten weit mehr als ich mir erhofft hätte, nur ganz knapp verfehlte ich eine Serial-Medaille. Der Wettkampf war super organisiert und auch am Abend ging die Post so richtig ab. Nette Leute, gute Stimmung, interessante Tasks, schöne Flüge ... was will man mehr.



       
       

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Pfyffe

Zum ersten mal in diesem Jahr traf ich mit der Nachmittag-Frei-Nehmen Option einen guten Tag. An der Pfyffe gings gleich hoch und ich folgte den Wolken Richtung Guggershörnli. Vor mir bildeten sich immer wieder Wolken bis bei St. Antoni Alles zerfiel und ich im Blauen gestrandet war. In Lanthen setzte ich nochmals Alles auf eine Karte und wurde mit einem zügigen Schlauch belohnt. Über das Grossholz gings dann wieder zurück an die Pfyffe und der Krete entlang nach Schwarzenbüel. Mit 2'400m an der Pfyffe versuchte ich über die Chrüzflue an die Berra zu gelangen. Leider reichte es im Gegenwind und Abschattung nicht ganz, so gab ich mich geschlagen und flog zufrieden zurück nach Plaffein. Solche Flachlandflüge sind immer wieder was besonders Schönes.



       

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Pfyffe / Niederwiler / Männlichen

An solche Wochenenden könnte ich mich glatt gewöhnen. Am Freitag Nachmittag gings auf die Pfyffe, wo wir eigentlich zuerst mal Richtung Stockhorn fliegen wollten. Hinter Schwarzebüel wollte es aber nicht so recht also gaben wir uns nach einer Weile geschlagen. Gegen den Wind, ins Flache, liefs dann erstaunlich gut, so dass ich es bis zu meinen Eltern in Schmitten schaffte. Am Samstag führte uns Michael Witschi zum Regiofliegen Jura auf den Niederwiler und wir versuchten einen Task nach Yverdon zu fliegen. Auf den ersten 30 Kilometern liefs richtig gut und schnell, doch nach Biel an La Gaudine war plötzlich Schluss und alle mussten in den nächsten Kilometern zu Boden. Am Sonntag war Regiofliegen Central angesagt; mit Chrigel Maurer gings auf den Männlichen wo wir nach dem Briefing frei fliegen konnten. Für die einten war der Rückflug nach Villeneuve das Ziel, für die meisten anderen Adelboden und zurück nach Interlaken. Chrigel führte uns nach dem Startschlauch an die Marchegg, flog nachher zurück und holte die nächste Gruppe ab. Richtung Gimmelwald gings dann schön hoch, so dass wir problemlos übers Schilthorn kamen. Bei Kandersteg waren wir leider nur noch zu zweit und hatten später an der Niesenkette etwas mit dem Wind zu kämpfen. Mit etwas Improvisieren, Hochsoaren und Thermikdrehen kamen wir wieder über die Krete und nach Adelboden. Dort tauchte dann wieder Chrigel auf und führte mich an den Gross-Loner wo es dank starkem Talwind praktisch überall hochging. Der Rückweg war dann im Gegenwind etwas anspruchsvoller und als es mir nicht übers Ärmighore reichte, wurde ich ziemlich rasant nach Frutigen runtergspült. Immerhin stiess ich dort nach einem schönen Flug auf drei Regiofliegerkollegen und wir konnten gemeinsam nach Spiez reisen.



       
     

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Tschente

Nach der Winterpause und ersten Thermikflügen war es heute endlich Zeit für den ersten Streckenflug der Saison. Zusammen mit Michel gings nach Adelboden auf die dichtbesiedelte Tschente. Plan war es zuerst Richtung Pic Chaussy zu fliegen, zurück nach Adelboden und dann noch die Niesenkette abzurattern. Im nu gings übers Albristhorn und weiter in die Lenk, übers Wistätthore an den Giferspitz. Dort machte sich dann der Südwestwind doch recht deutlich spürbar, als dann auch noch Michel, der etwas voraus war, gerade zurückflog hängte ich mich bei ihm an und konnte von seinen Flugkünsten profitieren und lernen. Zurück in Adelboden begegneten wir dann am Fitzer einem recht 'fitzigen' Schlauch bevor wir im Eiltempo die Niesenkette hochflogen. Vor dem Niesen wechselten wir dann die Flanke und tankten Höhe für die Thunersee-Querung. Am Sigriswilergrat mussten wir dann noch eine Weile kämpfen bis wir hochkamen und schliesslich übers Niederhorn und Hardergrat nach Interlaken flogen und auf der Höhenmatte das Sommer-Feeling geniessen konnten. Ein wunderbarer Auftakt in die Streckenflugsaison mit erstmaliger Exkursion in die Berner Rennstrecken.



       
       
       

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Valle de Bravo / Mexiko

Da uns der Winter nicht gerade mit Thermik verwöhnt flüchtete ich mit Beat und Röbu ins warme Mexiko wo die Flugbedingungen auch im Dezember ausgezeichnet sind. Wir verbrachten zwei wunderbare Wochen im Valle de Bravo, dem Austragungsort der WM 2009. Um diese Jahreszeit ist dort 'Bewölkung' ein Fremdwort, wir trafen täglich Prachtswetter an. Jeden Morgen gings um 9h30 an den Peñon Startplatz, von wo wir dann wunderbare Streckenflüge machen konnten. Nach dem ersten Flug sammelten sich jeweils bis 15h die meisten Piloten wieder beim Restaurant Jovan für den genüsslichen Abendflug. Dieser konnte jeweils bei gemütlichen Bedingungen bis zum Sonnenuntergang ausgekostet werden. Am Landeplatz war man dann innert Sekunden von einer Meute freundlicher Packhelfer völlig umzingelt. Nach einem Landebier gings dann im Dunkeln zurück nach Valle de Bravo. Nach einer Dusche in unserer Posada und einem leckeren Nachtessen, waren wir dann jeweils schon recht müde und bereit für die Regeneration, denn am nächsten Tag war wieder Fliegen angesagt. So verbrachten wir täglich um die 4h in der Luft. Nebst den Flugbedingungen war auch das gesamte Umfeld Extraklasse; Jochen von Air-Touch gab uns viele gute Tips und einen tadellosen Shuttle-Service, die Mexikaner wie etwa der Luis oder der Percy waren äusserst freundlich und hilfsbereit, die Piloten waren allesamt gut drauf, und mit Beat und Roberto hatten wir öfters mal ein 'Gaudi' und immer gute Stimmung. Diese Ferien waren echt der Hammer!



     
       
       
       
       
       
       
       
       

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Pfyffe

Als ich mit Beat und Michu am Startplatz auf der Pfyffe ankam war das Wetter noch ziemlich unfreundlich, also machten wir vorerst mal eine Kaffeepause. Als wir uns dann zurück zum Startplatz machten wurden wir von kurzen Aufhellung überrascht. Also nix wie raus. Während sich Beat bravourös von tief am Campinplatz wieder hochkämpfen konnte, erwischte ich direkt an der Pfyffe etwas Thermik und war ziemlich schnell an der Wolkenbasis angekommen. Über Plaffeien sog es dann ziemlich satt und grossflächig in die Wolken hoch, wovon ich mich doch etwas beeindrucken liess. Mit angelegten Ohren und Bleifuss gings nach Brünisried wo uns ein kräftiger Schlauch erneut bis an die Basis führte. Ich fühlte mich unter der riesigen Wolkendecke nicht wirklich wohl und flog lieber mit etwas Sicherheitsreserven. Bei St. Ursen war die Abschattung ziemlich gross und so flogen wir zurück nach Giffers wo wir dann schlussendlich landeten. Wir staunten nicht schlecht über die schon fast frühlingshaften Bedingungen und freuten uns über den unverhofft herrlichen Flachlandflug.



       

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Hohmattli

Noch einmal die letzten, schwächelnden, sommerlichen Bedingungen geniessen lautete heute das Motto. Mit Beat, Daniela, Hubi, Röbu, und Röschu gings noch einmal aufs Hohmattli. Die Thermik hielt sich, wie zu erwarten war, in engen Grenzen, und so musste man versuchen ein Maximum aus dem Talwind zu machen. Zuerst soarte ich eine Weile an der Riggisalp bis ich mich dann Röbu an den Recardets anschloss und dort noch einmal eine Weile umherkurvte. Schön wars allemal, auch wenn der Herbst nun unaufhaltbar seinen Einzug hält.



     

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Hohmattli

Eigentlich hatte ich mich schon damit abgefunden, dass dieses Wochenende wohl wieder mein "kleiner" Aspen zum Einsatz kommen würde. Als dann aber die Prognosen plötzlich doch wieder besser aussahen lief ich schon fast euphorisch mit Beat aufs Hohmattli. Bis in die Flügelspitzen motiviert querte ich vom Hohmattli direkt an den besser ausgerichteten Schwyberg. Und tatsächlich gings der Grubenkrete entlang hoch, bis es darüber dann ziemlich unzimperlich zulegte und mich im Eiltempo in die oben bildenden Wolken beförderte. Alleine auf weiter Flur konnte ich dann ab und zu ins magische Weiss eintauchen. Vom schon fast surealen Anblick meines Schattens auf den Wolken, umringt von einem geschlossenen Regenbogen, legte sich meine Bewunderung erst wieder nach der Landung. Kaum fertiggepackt gings dann gleich wieder hoch aufs Hohmattli. Da es in der Zwischenzeit schon fast 15h war versuchte ich es diesmal am Hohmattli und konnte auch da wieder rund eine Stunde oben bleiben. Ganz unerwartet durfte ich heute nochmal zwei herrliche Flüge geniessen.



       
   

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Gurli / Charmey

Aufs Weekend hin stabilisierte sich die Luftschichtung leider etwas und so wurde Wolkenbildung zur Ausnahme und die schwache Thermik recht schwierig zu finden. Am Samstag flogen wir am Gurli wo das Hochkommen mit zunehmender Zeit mehr und mehr zur Lotterie wurde. Im entscheidenden Moment verpasste ich mein Toplanding und musste mich anschliessend geschlagen geben. Am Sonntag setzte dann der Westwind ein und so gings mit Bea, Beat, Röbu und Ürsu nach Charmey. Oben durch war Westwind recht böig und kräftig, erreichte am Moléson zeitweise Höchstwerte von über 40km/h. Die ohnehin schon knappe Thermik wurde dadurch immer wieder zerrissen. Eigentlich wollte ich über die Berra nach Plaffeien fliegen, doch bei diesem Wind und tiefer Basis war die Queerung der Valsainte ein hoffnungsloses Unterfangen. Also blieb mir noch die nicht ganz optimale Route über den Patraflon. Der Versuch ins Luv des Schwyberg zu gelangen erwies sich dann auch als zu optimistisch, also ging ich mit dem Wind über die Riggisalp ans Hohmattli. Unterwegs traf ich immer wieder etwas Thermik an, kam aber nie richtig hoch. Bei diesen Bedingungen war tief in diesem Kessel wohl einfach nicht mehr viel zu holen, also machte ich mich auf zu einer wohlverdienten Coupe am Schwarzsee.



     

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Gurli

Am Freitag Nachmittag durfte ich mit Beat, Röbu, Röschu, und Ürsu nochmal gute Bedingungen am Gurli geniessen. Die Wolken zeichneten die Thermik grossflächig an, was uns einen wunderbar entspannenden Flug ganz ohne 'Thermiksuchstress' bescherte. Fast nach Belieben konnten wir der Basis entlang bis nach Plasselb und Zumholz fliegen. Zum Schluss war der Versuch bei Bise und schwächelnder Thermik die Pfyffe zu erreichen dann doch zuviel des Guten. Einmal mehr hat es sich reichlich gelohnt das Wochenende frühzeitig einzuläuten.



       

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